Kartenlegen mit den Skatkarten – Tafel und Häuser Teil 1

Eine weitere Möglichkeit das Wissen beim Kartenlegen mit den Spielkarten zu vertiefen ist die Arbeit mit den Häusern. Vor allem beim Legen der großen Tafel ist dieses Können Gold wert. Wie das geht und was zu berücksichtigen ist, wird in diesem Artikel beschrieben.

Die große Tafel oder das große Blatt


Wenn wir uns beim Deuten der Skatkarten in der Einzelbedeutung sicher fühlen und vielleicht die eine oder andere kleinere Legung mit den Karten hinter uns haben, sollten wir uns an die große Tafel trauen. Denn jetzt wird das Kartenlegen richtig spannend. Alles, was es jetzt braucht, ist Geduld und Übung - für die „Technik“ sozusagen. Das Wissen um die Bedeutung der einzelnen Karten, deren Beziehungen untereinander, gepaart mit der persönlichen Intuition wird jedem Einsteiger hilfreich sein.

Gerade in den Anfängen kann es hilfreich sein, das Kartendeck an einem Platz auszulegen, wo die Karten einige Zeit liegen bleiben können, denn die vollständige Kartendeutung über das große Blatt kann schon einige Zeit in Anspruch nehmen. Alternativ bietet sich an, die ausgelegten Karten in ihrer Reihenfolge zu notieren. So können sie bei der nächsten Kartenlegung wieder so ausgelegt werden, dass die Deutung des Ursprungsblatts fortgesetzt werden kann. Papier und Stift sollten in der ersten Zeit also bereitliegen, um sich diese aber ebenso Gedanken zu notieren.

Gibt es beim Kartenlegen mit den Skatkarten auch Häuser?


Ja – auch beim Kartenlegen mit den Skatkarten werden die Karten 32 Häusern zugeordnet. Für viele Interessierte scheinen die Häuser verwirrend zu sein. In Wirklichkeit helfen sie bei der Deutung der Karten sehr, da bereits beim Auslegen der Karten sehr viele Informationen fließen. Darüber hinaus geben sie auch konkrete Auskünfte, wenn es um der Verlauf oder das endgültige Ergebnis eines Ereignisses oder einer Situation geht. Diese Art der Interpretation der Zukunftsdeutung erfordert ein wenig Training – ist jedoch sehr ergiebig.

In Büchern und im Internet finden sich allgemeine Vorlagen zur Benennung der jeweiligen Häuser. Klassische Bezeichnungen sind das Haus der Überraschung oder das Haus der Freude. Die Bezeichnung des jeweiligen Hauses kann jedoch auch von jedem individuell festgelegt werden. Dazu einfach eine Vorlage erstellen und die jeweiligen Karten willkürlich einem Haus von 1 bis 32 zuordnen. Der Name des entsprechenden Hauses ergibt sich aus der Hauptbedeutung der einzelnen Karten, wie sie eben beim Kartenlegen in der Einzeldeutung erlernt wurden.

Die ersten Schritte

Bevor es mit dem Kartenlegen losgeht, bitte auf die an anderer Stelle formulierten Empfehlungen achten. Alle Skatkarten werden nun gemischt und mit der linken Hand aus dem gesamten Stapel drei bilden und die Karten umdrehen. Diese drei Karten sind ein wichtiger Hinweis auf die folgende Kartenlegung. Für den Einsteiger kann es hilfreich sein, diese drei Karten zu notieren. Wir finden sie später im großen Blatt wieder und können ihre Hinweise klar erkennen. Die drei Stapel wieder zu einem zusammenführen.

Nun werden die 32 Karten in vier Reihen ausgelegt – von links nach rechts, von oben nach unten mit je acht Karten in einer Reihe. Es lohnt sich die Karten mit Muse auszulegen und bewusst zu verfolgen, in welches Haus die jeweilige Karten gelegt wird. Wenn zum Beispiel die Kreuz 9 in das Haus von Herz Ass fällt, ist das ein Hinweis darauf, dass der/die Fragende sich im eigenen Zuhause wohlfühlt. Liegt hingegen die Pik 8 in diesem Haus, hat der/die Ratsuchende mit Ärgernissen zu Hause, zu tun.

Wer jetzt dranbleiben will, kann direkt einen Schritt weitergehen die vorgenannten Karten weiter verfolgen. Mit welchen Häusern korrespondieren die Karten? Sprich welche Karte liegt im Haus der Kreuz 9 oder der Pik 8? Hieraus ergeben sich weitere Erkenntnisse, denn auch diese Kombinationen und die sich daraus weiter ergebenden Konstellationen geben weiteren Aufschluss. Erstaunt? Kartenlegen ist eben viel mehr als Karten auszulegen und aufgrund der Beikarten zu interpretieren! Auf diese Weise geht es ab in die Details und Tiefen.