Welche Arten von Kartenlegen gibt es?
Nicht immer ist es beim Kartenlegen nötig, alle Karten auszulegen. Es gibt so viele Arten durch die Karten eine Antwort zu erhalten – da können schon vier Karten, gelegt als kleines Kreuz, reichen. Informativ sind allerdings auch zusätzliche Legungen zum großen Kartenbild.
Das große Blatt – alle Karten werden ausgelegt
Die bekannteste Art, Karten nach einem bestimmten Schema auszulegen, ist die große Tafel, ebenso Blatt oder auch Bild genannt. Diese Legung ist mit allen gängigen Kartendecks, wie den Lenormand-, Kipper-, Zigeuner- oder den einfachen Spielkarten, dem Skatblatt, möglich. Das Auslegen aller Karten eines Wahrsagedecks bietet dem Kartenleger den Vorteil, sich einen Gesamtüberblick zur Situation des Ratsuchenden schaffen kann. Das kann wichtig sein, wenn es um Hintergründe und Zusammenhänge eines Geschehnis geht.
Auf diese Weise ist es ebenfalls möglich, in die Vergangenheit abzutauchen, denn dort finden sich oft die Ursachen für die Herausforderungen im Hier und Jetzt. Unterstützt von diesem Hintergrundwissen steigt die Kartenlegerin in die Zukunftsdeutung ein. (Nicht zu vergessen ist der „Rundumblick“ - da ist das große Blatt unumgänglich.) Ein weiterer Vorzug der großen Tafel liegt für den Fragenden darin, dass er weitere Anliegen, auch zu einem ganz anderen Themenbereich als der Eingangsfrage stellen kann, ohne dass die Karten wieder neu gemischt werden müssen.
Kleine Legesysteme beim Kartenlegen

Dennoch kann das große Bild durch zusätzliche kleine Legeweisen erweitert werden. Dies ist vor allem dann interessant, wenn weitere Details herausgearbeitet werden sollen oder es um Entscheidungen geht. Eine Wahrsagerin oder spirituelle Lebensberaterin kann und darf ihrem Kunden nicht vorschreiben, dies oder jenes zu tun. Aber sie darf ihn bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Diese Hilfestellung ergibt sich durch die zusätzlichen kleinen Legesysteme, in dem die Kartenlegerin eben schaut, was geschieht, wenn er diesen oder einen anderen Weg einschlägt.
Es gibt eine Menge Legearten, die sich bewährt haben und beim Kartenlegen verwendet werden. Allerdings gibt es auch viele „geheime“ Arten und Weisen, die von Kartenlegern individuell entwickelt wurden und sich in der persönlichen Praxis als verlässlich erweisen. Vor allem bei der Frage, was denkt oder fühlt mein Partner und wie geht es in der nächsten kurzen Zeit weiter. Nichts verändert sich so schnell wie aktuelle Gedanken sowie Gefühle und die Folgen daraus. Vor allem in Krisenzeiten ist diese Legung eine wichtige Hilfe.

Das kleine und das große Kreuz sowie Orakelkarten
Übrigens: Viele Kartenleger/innen arbeiten mit verschiedenen Kartendecks. Je nach Thema oder eben um Details herauszuarbeiten. Nicht selten, vor allem dann, wenn es um Entscheidungsfragen oder das Unbewusste in uns geht, greifen Wahrsager auf das Tarot zurück. Für das kleine Kreuz werden lediglich vier Karten benötigt, die aus dem Kartendeck gezogen werden. Die Karten, als Kreuz gelegt weisen auf den Hintergrund, den herausfordernden und empfohlenen Weg. Die vierte Karte gibt Auskunft über das Endergebnis. Kartenlegen ist eben viel mehr als Zukunftsdeutung!
Kommen wir nun zum keltischen Kreuz, ein Kartenlegesystem aus ganz alten Zeiten. Das Besondere bei dieser Art, die Karten zu befragen ist, dass keine konkrete Frage nötig ist. Denn das keltische Kreuz scheint zu wissen, was uns auf der Seele brennt. Eine wunderbare Ergänzung in der spirituellen Lebensberatung sind diverse Orakelkarten, zu denen auch die Engelkarten gehören. Kartenlegen ist sehr facettenreich!
