Loslassen oder annehmen, was ist – raus aus der Opferrolle

Es gibt Erfahrungen auf der seelischen Ebene, die uns in der Vergangenheit leben lassen. Wir steigen in die Opferrolle und wollen nicht loslassen. Anzunehmen, was ist, ist ein Prozess und anzufangen leichter als wir glauben.

Das Bedürfnis nach Sicherheit

Viele Menschen halten an Situationen oder Menschen fest, obwohl sie innerlich schon länger wissen, dass sie etwas verändern, loslassen, sollten. Ob das nun ein unbefriedigender Arbeitsbereich oder eine disharmonische Partnerschaft/Ehe ist. Gewohnheit spielt sicherlich eine Rolle, wenn wir eingetretene Pfade nicht verlassen – sie sind uns vertraut und geben uns ein sicheres Gefühl. Einen neuen Weg zu beschreiten macht uns unsicher - wenn wir nur daran denken. Denn wir wissen nicht, wo wir ankommen. Das Bedürfnis nach Sicherheit scheint also stärker zu sein, als sich von Altlasten zu befreien und loszulassen.

Unser Urbedürfnis

An Gewohntem festzuhalten oder zu klammern wurde uns „in die Wiege“ gelegt – und das ist auch gut so. Denn wir brauchen die „Ver-Bindung“ zur Mutter, zum Vater für unser Urbedürfnis nach Sicherheit, auf dem Weg zum Erwachsen werden. Wenn wir Angst vor dem Unbekanntem haben, brauchen wir vor allem als Heranwachsender Schutz. Sich geschützt zu fühlen trägt dazu bei, sich sicher zu fühlen. Alles, was neu ist, macht uns ängstlich und wir lernen durch Überwindung unserer Ängste, bei denen uns die Eltern helfen, selbstsicherer zu werden. Im Laufe der Jahre vermindern sich unsere Ängste und Unsicherheiten. Meist sind sie dann nur noch in unserem Unterbewusstsein vorhanden – unsere Urängste. Es gibt natürlich auch Erlebnisse in der Kinder- oder Jugendzeit, die auf der seelischen Ebene nie wirklich verarbeitet wurden. Häufig verdrängen wir sie oder ziehen Konsequenzen, unter denen vor allem wir selbst leiden. Wir übernehmen die Opferrolle und erkennen nicht, dass wir dadurch festhalten.

Die Opferrolle hält uns in der Vergangenheit

So vergehen die Jahre, die Erfahrungen wiederholen sich und – wir sehen die Zusammenhänge nicht. Immer wieder fühlen wir uns bestätigt in unseren inneren Überzeugungen und verstehen Gott und die Welt nicht mehr.

Ich kann doch nicht dafür, dass …
Wieso erkennt niemand, dass ich in Wirklichkeit …
Ich will doch nur geliebt sein ...
Ich kann meinem Vater / meiner Mutter nicht verzeihen, denn …

Erkennen Sie sich wieder? Dies ist nur ein kleiner Auszug von vielen Formulierungen, die die spirituellen Lebensberater von Manticus.de immer wieder hören. Die Hintergründe – die Ursachen sehend bilden die Basis für das Coaching, um aus der Opferrolle auszusteigen. Allerdings muss die Bereitschaft des einzelnen Menschen zur Selbstverantwortung vorhanden sein.

Annehmen, was ist – aber wie?

Wer die Verantwortung für sein Leben übernehmen will, sollte loslassen. Doch viele Menschen blockieren schon, wenn sie dieses Wort hören. Doch was steckt hinter dem Wort loslassen? Eine viel leichtere Formulierung ist: Annehmen, was ist. Damit ist gemeint, einen Schlussstrich zu ziehen unter dem, was in der Vergangenheit geschehen ist. Verzeihen - Frieden schließen ist die Zauberformel. Und wieder gibt es Aufschreie bei dem Wort „Verzeihen“! Woran liegt das? Vermutlich an der Assoziation, da Verzeihen oft gleichgesetzt wird mit gutheißen. Dies hat aber nichts mit Verzeihen zu tun!

Vielleicht helfen Zitate aus der Bibel, wie zum Beispiel

Wer glaubt frei zu sein von Schuld, der werfe den ersten Stein oder
Liebe deine Feinde

weiter. Wenn wir aufhören, die Vergangenheit für unser aktuelles Leben verantwortlich zu machen sind wir bereits auf dem Weg - anzunehmen, was ist. Wer bei diesem Prozess Unterstützung möchte, findet Sie im Expertenteam von Manticus.de